Fußballtrainer Patrick Schmitz vom SSV Bornheim, Interview zu Training + Therapie -Folge #053

Fußball als Leidenschaft: mit Myo-Therapien Leistung steigern + Verletzungen reduzieren?

„Fußball war schon immer meine Leidenschaft“, sagt Patrick Schmitz vom SSV Bornheim – Fußball Herren I. Als er selbst Fußballspieler war und sehr oft Fußball auf dem Sportplatz trainiert hat, lernte er Schmerzen, Verletzungen und Behandlungen der Muskeln und Gelenke kennen. 

Viel Zeit in Wartezimmern bei Orthopäden, sowie das Warten auf Behandlungen seiner Verletzungen, kostete ihn diese Art Fußball-Sport zu treiben. 

Kennengelernt haben wir beide uns am Fußballplatz über das Fußballtraining meiner eigenen Kinder. 

Als Vater am Spielfeldrand stand ich immer mit Rat und Tat zur Seite, wenn sich die Fußballspieler verletzt hatten oder als Gesprächspartner und Kritiker der Trainer, um mit zu beruhigen, wenn es im Spiel nicht so lief, wie sie es erwartet hatten. Patrick Schmitz, als Trainer beim SSV Bornheim Herren I, wollte das Konzept aus Myoreflex-Therapie, KiD Kraft in Dehnung Übungen als DehnKraft-Training für seine Fußballer und die Mannschaft für die neue Saison haben. Das Muskel –  und Behandlungskonzept ist auf langfristigen Erfolg ausgelegt und dass die Fußballer das Spiel gewinnen, die Gesundheit aber nicht schon mit 30 verlieren, wie Patrick Schmitz selbst.

Fußball und Erfahrung eines Trainers beim Training und Wettkampf

  1. Schon als Kind hat Patrick mit Fußballspielen begonnen 
  2. Sehr viel Spaß und Begeisterung / Besessenheit beim Training und Wettkampf
  3. Behandlungen mit Myoreflex®-Therapie nach Dr. Mosetter oder Myohydro-Therapie nach Markus Rachl kennengelernt

4. Neue Art des Krafttrainings für die Muskeln: KiD Kraft in Dehnung als DehnKraft2go® kennengelernt

https://muskel-gesundheit.de/rueckenschmerz-und-die-betrachtung-aus-funktioneller-sicht-folge-021/

5. Neue Perspektive entwickeln, in Zukunft auch schmerzfrei leben zu können

6. Oft sind Verhaltensveränderungen hilfreich aber aufwändig z.B. bei der Ernährung, im Sport, beim Beruf oder im Alltag

Fußballspielen führt oft zu Verletzungen und Untersuchungen mit Röntgen oder MRT (Kernspinnt)

Fußball-Spieler*innen haben allein durch die Geschwindigkeit, mit der in der heutigen Zeit die Gegner*innen auf die eigenen Muskeln und Gelenke prallen, einen hohen Grad der Verletzungs-Gefahr in sich.  

Ebenso ist die Beschaffenheit der Fußballschuhe und der Stollen eine Gefahr, um sich beim Fußball zu verletzen. Schmerzhafte Tritte und Treten auf den Fuß führen oft zu Prellungen und Zerrungen, im schlimmsten Fall zu Verletzung wie Knochenbrüchen und Bänderrissen. 

Um eine sichere Diagnose zu erhalten, ist es oft nötig, nach der Verletzung eine ärztliche Diagnose einzuholen. 

Myo-Therapien und DehnKraft für geschmeidigere Muskeln im Training + Fußballspiel

Muskeln sind die Grundlage der Bewegung und Erfolg im Sport. Allerdings sind auch 

  1. Gehirn
  2. Organe 
  3. Herz
  4. Lunge
  5. Knochen
  6. Faszien
  7. Bänder
  8. Fußballschuhe
  9. Schienbeinschoner
  10. Trainer-Stab
  11. Schiedsrichter-Team
  12. Fußballplatz

wichtige Bestandteile des Erfolges einer Fußballmannschaft in der Fußball-Liga.

Geschwindigkeit ist eine der Grundlagen des Erfolges beim Fußball

Geschwindigkeit ist nur ein Faktor für den Erfolg beim Fußballspiel, so Patrick Schmitz vom SSV Bornheim. Wenn wir im Trainerteam die Fußballspieler mit verschiedenen Faktoren ins Gleichgewicht bekommen, können Sie mehr Leistung bringen bei weniger Verletzungen. Weitere Faktoren sind:

  1. Kraft – Ausdauer

Es geht um die Mischung aus beidem, was eigentlich selbstverständlich ist im Sport. Hier sind die Spieler und Trainer im Fußball heute sehr gut aufgestellt und ausgebildet.

  1. Stabilisation – Flexibilität

Bei den „Stabis“ hat sich bis heute viel getan. Es werden viele Übungen ins Training und die Reha eingebaut, da es wichtig ist, dass die Gelenke stabil sind. 

Bei der Flexibilität sehe ich heute den größten Bereich für Leistungssteigerung beim Fußball. Videos zum Thema:

https://muskel-gesundheit.de/videos/uebungen-sport/

Also als Sportler so beweglich wie möglich und so kräftig wie nötig ist aus heutiger Sicht besser als so stark wie möglich und dabei unbeweglich. 

  1. Ernährung

Ernährung sieht für uns heute anders aus als noch vor 30 Jahren, als ich selbst Leistungssport aktiv betrieben habe. Aus heutiger Sicht: kohlehydratarm und wasserreich. Infos und wissenschaftliche Forschung unter http://www.myoreflex.de/uebersichtsseite-ernaehrung/glycoplan

  1. Aggressivität – Entspannung

Wir brauchen beim sportlichen Wettkampf eine gewisse Anspannung, um eine optimale Leistung bringen zu können, auch beim Fußball. Allerdings bringt es für die Leistung über mindestens 90 Minuten wenig, wenn ich zu angespannt ins Spiel gehe. Podcast dazu:

https://muskel-gesundheit.de/energie-muskelspannung-schmerzfrei-folge-008/

Weiter unten im Text findet Ihr das Team: Leistungssteigerung im Fußball durch Atemtechnik, um die Emotionen zu beruhigen und sich im Spiel zu entspannen. 

  1. Einzelmotivation – Teamgeist

Wenn die Fußball-Spieler*innen motiviert sind, Fußball zu spielen und die Fußball-Spiele zu gewinnen, ist das eine gute Grundlage. 

Wenn die Fußball-Trainer*innen motiviert sind, die Fußball-Spiele zu gewinnen, ist das die 2. gute Grundlage. 

Wenn der medizinische Bereich motiviert ist, gesunde und leistungsfähige Fußballer*innen zu kreieren, ist das auch eine wichtige Grundlage. 

Es geht also sowohl um den einzelnen Spieler als auch um den Trainerstab / medizinischen Bereich. Eigentlich logisch. 

  1. Kurzfristiger Erfolg – langfristige Gesundheit

Fußball-Spieler*innen haben wenig davon, wenn sie die Spiele kurzfristig gewinnen, dafür aber die Gesundheit langfristig verlieren. Deshalb sind neue Konzepte auch im Fußball wichtig. Nicht einfach immer wieder die Spieler austauschen, da es ja genug davon gibt. 

Unser Konzept beim SSV Bornheim hat die Vereinsführung, die Trainer (um Patrick Schmitz) und die Spieler nach einem einführenden Workshop akzeptiert, sodass mit der Durchführung gestartet werden konnte.

Aus der Vergangenheit lernen

Als Vater am Sportplatz / Spielfeldrand fing ich an, mich für Fußball zu interessieren. Patrick lernte ich über diesen Weg kennen, da er meinen mittleren Sohn über viele Jahre als Fußball-Trainer trainierte, förderte und technisch wie sportlich weiterentwickelte.  

Mir gefiel seine Art mit den Kindern und jugendlichen Fußballern umzugehen. Wenig abwertendes / destruktives Brüllen bei Kindern am Spielfeldrand, bei den Spielen, was dem Spiel oft nicht viel nützt. Seine Ansprachen, sein Siegeswille und seine Erfahrung, durch die eigene Zeit als aktiver Fußballspieler.

In dieser Zeit konnte ich selbst viele Dinge beobachten, im Training und bei den Fußballspielen am Wochenende und der Fußballbundesliga im Fernsehen und live im Stadion. Außerdem sah ich als Therapeut viele Verletzungen, die nicht auf direkte Einwirkung eines Gegners hervorgerufen wurden.  

Die Frage, die irgendwann aufkam: wie kann man die Verletzungen der Muskulatur verringern und die zu hohe Aggression absenken?

Atmen als Grundlage eines klugen Fußballsiels und entspannter Fußballspieler*innen

Atmen ist die Grundlage für Entspannung in östlichen Trainingssystemen 

  1. Meditation
  2. Yoga
  3. Thai Chi
  4. Qi Gong
  5. Kung Fu
  6. Aus meinen Ausbildungen: Apnoetauchen / Freediving

Was können wir daraus für unser Fußball-Team mitnehmen?

Wenn ich mir Fußballspieler und Trainer auf dem Fußballplatz anschaue, sehe ich oft, dass sich die aggressiven Emotionen / Gefühle hochschaukeln. Dem Spiel nützt das leider oft nicht, sondern schadet diesem. Gelbe und rote Karten wegen lautstarkem „Meckern“ gegen den Schiedsrichter sind oft die Folge. Ich habe in den letzten 13 Jahren noch kein einziges Mal erlebt, dass ein Schiedsrichter*in eine Entscheidung deswegen zurückgenommen hat. Dann kann man das als Fußballspieler auch lassen, was klug wäre.

Oder die Fußballspieler lassen sich von Gegenspielern so provozieren, dass sie über-reagieren, also nicht mehr der Situation angemessen. Als Konsequenz folgen oft die Strafen, die der Mannschaft schaden und nicht dem Spiel nützen. Aber auch die Zuschauer können in der heutigen Zeit lernen, dass es sich um kein Kriegsgebiet handelt, sondern um ein Spielfeld. Das hat mich in den Jahren viel Überzeugungsarbeit und Diskussionen mit Zuschauern gekostet. Meine Ansage ist immer wieder: „Wenn es dem Spiel hilft, schreie ich jetzt auch die Fußball-Spieler und den Schiedsrichter an. Wenn es unserem Spiel schadet, weil es immer aggressiver wird, hörst Du jetzt auf, zu destruktiv zu Brüllen.“ 

Ebenso ist das bei Trainer*innen zu beobachten. Sie bekommen Ihre Emotionen / Gefühle oft nicht mehr in den „Griff“ bzw. beruhigt. Wenn sie kluge Entscheidung zur Spiel-Strategie bzw. Einwechslungen bei Verletzungen treffen möchten, ist es besser, einen „kühlen Kopf zu bewahren“ und nicht als „Hitzkopf“ rumzutoben. 

Hier kommen die Atemtechniken ins (Fußball-)Spiel:

  1. Es braucht einen „Vorreiter / Vorturner“, der sich mit der Atmung im Sport auskennt
  2. Die Fußballspieler*innen müssen verstehen, wie die Emotionen mitentscheiden können, die Leistung im Training und Spiel zu steigern und letztendlich entscheidend sein können für Sieg oder Niederlage. 
  3. Die Trainer*innen müssen bereit sein für Veränderung im Umgang mit den Fußballspieler*innen. Sie müssen offen sein für eine eigene Weiterentwicklung, um ihre Emotionen im Griff zu behalten, wenn es im Fußball-Spiel nicht läuft wie erwartet oder geplant. 

Patrick Schmitz berichtet von seinen eigenen Erfahrungen. Er hat schon immer bemerkt, dass er „nicht mehr runterkommt“, wenn`s im Spiel besser laufen könnte. 

Er stellt sich meinen Verbesserungsvorschlägen, meinem Umgang mit den Spielern und arbeitet jetzt auch daran, immer auch das Positive zu sehen und zu erwähnen. So trifft man kluge Entscheidungen für den weiteren Verlauf eines Fußball-Spiel. 

Viel Erfolg und Spaß beim Anhören dieses Themas und herzlichen Dank an Dich, für eine Bewertung oder ein kurzes Feedback. Auch wenn Ihr ein Thema habt, über das Ihr Fragen habt, nehme ich es gerne mal als Thema einer Episode auf. 

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