Interview Michael Reimold und Markus Rachl zum Thema Myoreflextherapie und Schmerz

Interview Michael Reimold und Markus Rachl zum Thema Myoreflextherapie und Schmerz – Folge #015

Interview mit Michael Reimold als Podcast Supervisor

Interviewer Michael Reimold: Was heißt denn Rückenschmerzen?

Markus Rachl: Aus meiner eigenen Erfahrung, als leidgeprüfte Person mit Rückenschmerz Karriere, kann ich sagen: es ist nicht schön, das tut richtig weh! Man läuft von einem zum anderen Arzt und versucht irgendwie eine Lösung zu finden. Jeder von den Fachleuten macht irgendeinen Vorschlag. Meine Erlebnisse waren so, dass es nie richtig besser wurde.

Irgendwann wurde auch ich über die Sucherei nach einer Lösung meiner Rückenschmerzen dann zum Therapeuten. Die Therapie Ausbildung startete der Physiotherapie. Dann machte ich die Ausbildung zum Myoreflextherapeuten. Dabei fing es an, dass der Rücken besser wurde. Die Erkenntnis: Es gibt Lösungen, aber ich musste bei vielen Sachen Umdenken.

Interviewer Michael Reimold: es gibt Unterschiede und ich kenne das. Gerade im Jahr 2018 habe ich selbst einen Bandscheibenvorfall gehabt. Den hatte ich verschleppt aus 2017. Dort bin ich nicht operiert worden und war im Krankenhaus. Man hätte es zwar gern gemacht, ich aber nicht. Vom Rücken her geht’s mir wieder viel besser heute. Ich habe ja auch schon viel mit dem Thema Myoreflextherapie zu tun gehabt, als Patient. Und daher weiß ich, wie wichtig die Bewegung ist. Deshalb verstehe ich gut, was du erzählst. Du hast ja nicht nur einen langen Werdegang mit dem Thema Rücken, sondern auch viel Erfahrungswerte beim Thema Myoreflex.

Markus Rachl: Viel Erfahrung und immer wieder Wege und Lehrer gefunden, bei denen ich etwas dazu lernen konnte. Die Myoreflextherapie war einer der Wege. Den Begründer, Dr. Mosetter habe ich in Konstanz kennengelernt. Er hat später die Myoreflextherapie gegründet. Er hat mir eine Art zu denken mitgegeben, wie es einer unsere gemeinsamen Lehrer, bei mir schon ganz am Anfang angestoßen hat. Aber der war mit seinen Ideen noch ein bisschen zu radikal (Walter Packi in Freiburg) für viele Ärzte. In Freiburg ging es um Biokinematik und Biokybernetik. Dr. Mosetter ist ein Mensch, der versucht übergreifende Ideen zu vermitteln. Alte Kulturkreise (was sagt Erfahrung) und die moderne Medizin. Wie kriegt man das praktisch zusammen gelegt? Es kommt halt immer ein Mensch in die Praxis, bei uns heute und früher im Osten. So unterschiedlich sind die Zugänge zu den Krankheiten gar nicht. Wir versuchen zu verstehen, was ist die Geschichte hinter den Behandlungspunkten, die man anfasst? Auf Triggerpunkte versuchen es manche Therapeuten zu reduzieren, auf Shiatsu Punkte oder auf Myogelosen (Massage). Wird behandelt, versucht man es auf den Punkt zu bringen. Allerdings die Geschichten hinter den Punkten sind oft sehr komplex.

Interviewer Michael: Für Außenstehende kann ich mir vorstellen, ist es manchmal schwierig. Ich war mal bei einer Weiterbildung als Coach und dann habe ich jemand gesagt, er soll in sein Gefühl gehen. Er hat mich angeschaut: „Ich weiß nicht was Du meinst.“

Markus: Das Problem ist zu verstehen, was die Geschichte hinter diesen Schmerzen ist. In welcher Situation befinde ich mich, die unangenehm ist, aber die ich nicht ändern kann. Die dann dazu führen kann, dass ich über Symptome wie Halsschmerzen leide oder Schmerzen am Rücken. Anfangen muss ich damit, kann ich an meiner Lebenssituation etwas ändern?

Interviewer Michael: Meinen Arm hat wieder gezogen in Verbindung mit fliegen nach Mallorca. Warum wohl? Zuhause war wieder zu viel zu tun. Dann kommen die Körpersymptome, wenn ich im Flugzeug sitze. Kaum geht’s in die Entspannung und schon geht’s wieder los.

Markus: Es hat vielleicht etwas damit zu tun, handlungsunfähig zu sein. Es geht immer um die Geschichten.

Interviewer Michael: Was Du hier vorhast mit dem Podcast ist der Menschen zu helfen. Einerseits das Verständnis für die Hörer, es könnte bei mir so ähnlich auch sein. Und auch die Übungen, so wie es verstanden habe. Verschiedene Episoden sollen kommen, mit Symptomen wie Schulterschmerzen, Nackenschmerzen, Knieschmerz Hüftschmerz oder Rückenschmerz. Als allgemeines und daneben die Übungen zu beschreiben, bis später dann auch noch Videos dazu kommen. Zur Unterstreichung kann man sehen wie es geht.

Markus: Videos gibt es schon einige. Mal sehen ob es geht, die Übungen so genau zu beschreiben, dass man es ohne Bilder nachmachen kann. So dass der Gegenüber das nachvollziehen kann.

Interviewer Michael: Vielleicht kann man eine Grafik zum Download ins Design tun. Die Hörer können auch immer auf die Webseite oder etwas runterladen. Oder du beschreibst etwas im Podcast und die Hörer können immer über einen Link auf die Webseite gehen. Man kann auch etwas runterladen wo ich sehe: das ist die Übung. Dazu dann immer einen Auszug aus dem Buch (Seite).

Ich wünsche dir ganz viel Erfolg und freue mich auf alles was jetzt kommt oder was du machst. Und als Zuhörer bin ich selbst gespannt.

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