Träumen und Muskelspannung, was hat miteinander zu tun? Schmerzen nach dem Schlafen?

Träumen und Muskelspannung, was hat das miteinander zu tun? Schmerzen nach dem Schlafen? – Folge #014

Träumen und Muskelspannung

Wie komme ich auf das Thema Träumen und Muskelspannung? In der Praxis erzähl mir die Menschen manchmal von ihren Träumen und den Muskelverspannungen dabei. Dann fragen Sie mich oft, was dieser Traum bedeutet. Kennst du das selbst? Du wachst auf und fragst Dich, was bedeutet das jetzt? Ich könnte natürlich etwas dazu sagen, je nachdem welche Bücher ich zu diesem Thema schon gelesen habe. Aber viel spannender ist die Frage was bedeutet der Traum für Dich?

Verschiedene Arten von Träumen

Was Du sicher schon selbst erlebt hast: es gibt in spannende Träume, aufregende Träume, erotische Träume oder auch Albträume. Alle mit unterschiedlichen Muskelverspannungen. Es gibt weltweite Studien zu diesem Thema. In einer die ich gelesen habe, war das Credo: meistens geht es um Angst Themen und zwar weltweit.

Aber warum träumt Ihr überhaupt?

Eine konkrete Antwort darauf fehlt bis heute. Ob das Gehirn im Traum die Erlebnisse des Tages abspeichert, ob im Traum Gefühle verarbeitet oder der Traum einfach nur ein Zufallsprodukt vom Schlaf ist, können Wissenschaftler bis heute noch nicht sagen. Wahrscheinlich es ist eine Mischung aus verschiedenen Theorien. Ein neuer Ansatz kommt aus Finnland. Wir träumen, um gefährliche oder risikoreiche Situationen zu simulieren. Das sagt z.B. ein Traumforscher (Anti Revonsuo). Andere sagen, im Traum können wir Verhaltensweisen ausprobieren und lernen, die uns dann in Zukunft helfen können. Aus der Evolutionsbiologie macht das Sinn. Wer bereits im Schlaf einen Säbelzahntiger besiegt hat, ist auch im wahren Leben besser dafür gewappnet. Die Psychologin, Frau Holzinger, sagt: „Heute helfen uns Träume dabei, mit Ängsten besser umzugehen. Und uns auf Prüfungen oder neue Herausforderungen im Job vorzubereiten“.

Träume sind Gefühle

In den Träumen spiegeln sich die Erfahrungen aus unserem Alltag, in dem wir sehr mit Eindrücken von außen beschäftigt sind. Im Traum erleben wir, was uns wirklich bewegt. Psychologen vermuten, dass wir über die Gefühle einen Zugang zu unseren Träumen bekommen. Träume sind Gefühle in bewegten Bildern dargestellt.

Bewegungen im Schlaf

In der Praxis erzählen mir Menschen oft von Alpträumen, die sie belasten. Vielleicht kennst du das selbst: du wachst morgens auf und kannst dich vor Schmerzen nicht bewegen. Weil du irgendwo die Muskeln verkrampfst, spürst Du, dass alles weh tut und bist sehr angespannt. Dabei ist dann spürbar, wie der Traum in Bewegung umgesetzt wird. Wenn man Infrarotkameras nachts aufstellt, sieht man, was Menschen für Bewegungen nachts im Schlaf durchführen. Morgens, wenn Menschen diese Aufnahmen sehen, können sie es oft kaum glauben. Es ist sehr viel Bewegung im Schlaf!

Es gibt schöne Aufnahmen von Tieren z.B. bei Facebook. Ein Hund, der nachts im Schlaf förmlich rennt in Seitenlage. Dann hochschreckt und voll gegen die Wand rennt, weil er voll in der Bewegung drin ist. Also wir träumen sehr bewegt.

Entspannung der Muskeln und Träumen

Andersherum funktioniert es aber auch. Meine Erfahrung aus der Praxis: wir behandeln die Patientinnen und Patienten an den Muskeln. So dass diese sich wieder entspannen können. Die Menschen schlafen dann oft viel besser durch. Die Muskeln sind nicht mehr wie bei einer Flucht auf Spannung. Immer auf dem Sprung sind viele heute und sehr angespannt auch im Schlaf und Traum. Genauso wird dann auch oft geträumt. Wenn man die Patienten dann lockert und entspannen kann, sagen Sie mir oft: „Ich kann anders träumen. Die Träume haben sich verändert“. Z.B. wird dann von ruhigem Wasser erzählt oder von irgendwelchen Seen, wo man ganz langsam dahingleitet. Wo vorher vielleicht eine Wasserschlacht getobt hat.

Eine anatomische Erklärung

Für Träumen und Bewegungen, liefern uns 2 Hirnstrukturen.

  1. Amygdala ist für Gefühle
  2. Basalganglien sind für Bewegung zuständig

Die beiden sind in der Entwicklung als Zwillinge angelegt. Deshalb lassen sich Gefühle und Bewegung gar nicht trennen. Ein kleines Beispiel zum Abschluss. Wenn du das nächste Mal erschrickst, achte mal auf deine Schultern. Wie schlagartig die Muskeln anspannen! Oder wenn man in Panik gerät, wie dann die Muskeln unter Spannung stehen.

Wenn du regelmäßig deine Muskeln so trainierst, dass diese locker werden, (Videos anschauen!!) dann hast auch du die Chance deine Träume zu verändern.

Viel Spaß beim Üben und viel Erfolg!

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