Monat: Juli 2021

Michael Haselein hat sich im Kampfsport Jiu-Jitsu / Brasilien Jiu-Jitsu einen Namen gemacht.

 Mit ihm zusammen habe ich es vor 30 Jahren zum Schwarzen Gurt im Canadian Jiu-Jitsu gebracht. Kampfsport trifft Therapie, ist heute mein Motto. Dabei geht es auch um Loslassen von muskulären Verspannungen. Die Leistungsfähigkeit steigert sich dadurch schnell, Schmerzen verschwinden dann oft. Den Muskeln die Ruhe-Spannung senken kann auf Dauer Verschleiß an den Gelenken vermeiden. 

Die gleichen Punkte, die im Kampfsport attackiert werden, um den Gegner zu verletzten oder im Extremfall auszuschalten, nutzen wir auch in der Therapie, um die Menschen wieder heil zu machen. Ebenso konnten wir lernen, dass es wichtig ist, die Muskeln so zu trainieren, dass sie in Ruhe locker sind, damit Gelenke, Blutgefäße und Nerven nicht ständig unter Druck stehen und langfristig Schaden (Arthrose, Bandscheibenvorfall…) nehmen. 

1. Michael Haselein und seine Arbeit bzw. Erfahrung als Kampfsporttrainer 

Die vielen Jahre des Trainierens der Muskeln, Gelenke, Bewegungsmuster im Gehirn stahlt er immer noch viel Energie aus, wenn er über die Erfahrungen berichtet. Allerding heute auch körperlich angeschlagen durch die unzähligen Tritte, Würfe und Wettkämpfe. 

2. Die sportliche Entwicklung von Michael Haselein im Kampfsport

Als kleiner Junge begeisterte mich Kampfsport und die Art den Körper zu trainieren oder zu bewegen. Ich begann mit 10 Jahren mit Judotraining im Judo Club Lahr. 

Mit 18 kam ich dann über Bekannte zufällig in Kontakt mit einer Jiu-Jitsu Trainingsgruppe der kanadischen Streitkräfte, die damals noch in Lahr / Schw. stationiert waren. Da trainierte ich so oft ich konnte Jiu-Jitsu. Dort lernten wir beide uns kennen und trainierten sehr viele Jahre zusammen in Lahr.

Der Stil war von 50% Bodentechniken, Halte- bzw. Würgetechniken und 50% Standtechniken wie Karate oder Aikido Elemente geprägt. Meine Judoerfahrung kam mir im Bodenkampf zugute. 

Nach dem Abzug der kanadischen Streitkräfte 1994 wurde uns vom Judo/Ju-Jutsu Club Neuried e.V. angeboten, unseren Stil bei ihnen weiter trainieren zu können. Michael wurde der Abteilungsleiter für Canadian Jiu-Jitsu und so konnten wir beide dort weiter zusammen trainieren. 

Ich selbst übernahm oft das Aufwärmtraining. Schon zu dieser Zeit bauten wir das DehnKraft Training (damals noch Kraft in Dehnung = KiD) in das Aufwärmtraining ein. So können die Muskeln lang, locker und trotzdem kräftig trainiert werden. 

3. Neue Wege im Kampfsport und die Muskeln sowie den Geist trainieren

1995 bin ich mit den UFC´s (Ultimate Fighting Championship) in Kontakt geraten. Ein Teilnehmer, der Brasilien Jiu-Jitsu trainierte, hatte damals den Wettkampf gewonnen. Er war 30kg leichter als andere Boxer oder Karate-Kämpfer. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich schon eine Reise nach Okinawa geplant, um mein Karate zu verbessern. Während meines Okinawa-Aufenthaltes traf ich sehr viele dort stationierte Soldaten, mit denen ich oft zusammen trainierte. Sie alle schwärmten für das Brasilien Jiu-Jitsu. Nach meinem 5-monatigen Aufenthalt war für mich klar, dass meine nächste Reise nach Rio de Janeiro gehen wird um zu sehen, wie gut dieser Kampf-Stil wirklich ist. 1996 reiste ich mit einem Trainingskollegen zum 1.X nach Rio de Janeiro.

Ich war trotz des vielen Karatetrainings schon immer ein sehr guter Bodenkämpfer. Diese machten uns beiden immer sehr viel Spaß. 

Wir haten viele gute Fights am Boden, oft auch gegen 2 oder 3 Gegner. Ich war dafür bekannt, auf Judomeisterschaften meine Kämpfe grundsätzlich auf dem Boden zu gewinnen. 

Was sich in meinem ersten Training in Rio abspielte, veränderte meine Kampfsportzukunft. Ich hatte nicht die geringste Chance einen Kampf zu gewinnen, nicht einmal gegen leichte Jugendliche, die gerade mal den blauen Gürtel hatten. Und das, obwohl ich damals schon Schwarzgurtträger war. 

Nach meiner Rückkehr führte ich das Brasilien Jiu-Jitsu in unserem Club ein und das hat sich bis heute sehr gut entwickelt. 

Für das Karate hatte ich dann immer weniger Zeit, bis ich es aufgab. Zu dieser Zeit trennten sich unsere Wege, da Markus nach Konstanz ging und bei der Polizei Ju-Jutsu trainierte. 

4. Was Kampfsportler selbst tun können, um sich die Muskelverspannung zu lösen

Für Kampfsportlerinnen oder Kampfsportler gibt es immer wieder das gleiche Problem: verspannte oder verkrampfte Muskeln, die zu Schmerzen oder Verschleiß an Gelenken (Hüfte, Knie, Schulter, Wirbelsäule) führen. 

  1. Massagen lockern die Muskeln, können diese aber nicht strukturell verändern.
  2. Faszien Rolle oder Faszien Ball, um die Muskeln zu lockern haben das gleiche Problem und der Reiz bleibt immer der Gleiche.

Um die Muskeln zu lösen haben ich aus den 30-jährigen Erfahrungen im Sport und der Therapie ein MyoBoard2go® selbst entwickelt. 

Höre dazu Episode 65:

https://muskel-gesundheit.de/interview-mit-udo-bodmer-myoboard2go-entwicklung-imschwarzwald-folge-065/

Dies wird in ein paar Wochen in den Markt eingeführt, natürlich auch für Kampfsportbegeisterte, die sich die Muskeln lösen möchten. So könnt Ihr die verkrampften oder verspannten, gezerrten oder schmerzenden Muskeln immer wieder gezielt entspannen.

Es gibt dazu ein System, um die Reize zu steigern, damit sich das Gehirn nicht adaptiert (anpasst). Dies wird in Videos und im Buch dargestellt, die mit dem MyoBoard gleichzeitig auf der dann freigeschalteten Website: www.myo1.de veröffentlicht werden. Voraussichtlich wird dies im August oder September 2021 so weit sein. 

Wer Interesse an einer Info-Mail hat, kann uns unter shop@muskel-gesundheit.de eine Nachricht zukommen lassen. 

5. Was macht für Dich die Faszination Kampfsport oder worin unterscheidet Brasilien Jiu-Jitsu sich vom klassischen Jiu-Jitsu?

Brasilien Jiu-Jitsu ist Judo oder dem Ringen sehr ähnlich. Es fängt auch im Stand an. Es ist egal, ob man auf dem Rücken liegt oder ob man geworfen wird. Beim Judo oder Ringen kann der Kampf so sofort beendet sein. Im Brasilien Jiu-Jitsu geht es aber immer weiter z.B. nachdem geworfen wurde, kann man trotzdem am Boden sehr gut weiterkämpfen. Es ist einfach realitätsbezogener bei einer reellen Auseinandersetzung auf der Straße.

Auf Grund dessen, dass der Kampf immer weitergeht, gibt es natürlich auch viel mehr Technikvarianten. Aus vielen verschiedenen Positionen heraus wird gekämpft und oft spielerisch geübt. Man hat das Gefühl, es geht immer weiter. Die Kämpferinnen und Kämpfer können immer wieder etwas Neues anwenden, was diesen Sport so interessant macht. 

6. Verletzungen der Muskeln und Gelenke sind gering, wenn die Muskeln locker sind

Die Verletzungsgefahr der Muskeln und Gelenke ist so gering wie in keiner anderen Kampfsportart. Dies ist so, da man ständig den Gegner und seine Bewegungen der Muskeln spürt und somit keine unkontrollierten Bewegungen gemacht werden. Der Gegner, bzw. Trainingspartner, kann vor Eintritt der Schmerzen an den Gelenken frühzeitig durch zweimaliges Abklopfen auf der Matte oder am Gegner signalisieren, dass dieser sofort diese Technik stoppt. 

Außerdem zählen Kampfsportlerinnen und Kampfsportler zu den beweglichsten Sportlern. Sie können selbstverständlich einen Spagat. Dies ist in anderen Sportarten oft nicht der Fall (Fußball, Handball, Fahrrad, Golf …).

Im klassischen Jiu-Jitsu, was Michael zusätzlich auch immer noch betreibt und unterrichtet, ist zusätzlich der Standkampf integriert. Ähnlich dem Kick- oder Thaiboxen, bei den Sportarten, wo auch im Stand gekämpft wird. Ebenso sind Kontroll- und Abführtechniken, Verteidigung gegen Angriffe mit Waffen zu trainieren. Hierbei stellt nicht die Kraft den Joker dar, sondern die Technik und die Geschwindigkeit. Diese lässt sich mit in Ruhe lockeren Muskeln deutlich besser entwickeln als mit viel Kraft.

Also so kräftig wie nötig und so geschmeidig wie möglich ist das Motto für Kampfsportlerinnen und Kampfsportler. 

7. Michael Haselein über Kampfsport vom Anfänger zum Meister 

Der größte Anfängerfehler ist, dass man das Ganze mit zu viel Kraft angeht. Das macht einen kurzatmig und damit weniger leistungsfähig. Sobald die Kraft nachlässt, ist man nur noch das Opfer für die Gegner. Man soll nur dort seine Kraft einsetzen, wo es notwendig ist und die ganze Zeit bewusst in den Bauch atmen. Dies erkennt man allerdings erst mit etwas Erfahrung und nach ein paar Trainingseinheiten. Außerdem sollte man immer mit Gefühl, Geschmeidigkeit und angepasster Geschwindigkeit die Kampf-Techniken ausführen. So kann man dem Partner/ der Gegnerin die Zeit geben, vorzeitig abklopfen und somit aufgeben zu können.

Dies ist in Wettkämpfen nicht immer ganz einfach. Ich selbst (Autor) habe bei deutschen Meisterschaften im Ju-Jutsu in Berlin gekämpft. Dort sah ich üble Verletzungen: 

  1. einen Schulter Splitterbruch (Fraktur) 
  2. einen Halswirbelbruch und 
  3. ein zertrümmertes Kniegelenk. 

Dadurch fiel bei mir die Entscheidung, keine Wettkämpfe mehr im Kampfsport zu bestreiten. Dort geht es sehr um die Punkte, wodurch die Technik oft in den Hintergrund tritt. Danach war ich als medizinischer Betreuer für den Kader aus Baden mit dabei. 

Anfänger trainieren im Kampfsport auf einem Niveau, das den anfänglichen Fähigkeiten entspricht. Mit den Jahren des Übens werden die Tritt- und Schlagtechniken, Würfe und Hebeltechniken natürlich von der Ausführung und der Geschwindigkeit besser. Es gilt: wer schnell sein möchte, soll langsam anfangen. Es macht keinen Sinn als Anfänger mit den gesprungenen Drehtritten anzufangen.

8. Was sind deine nächsten Ziele im Kampfsport?

Der 10. EM-Titel wäre schön. Ansonsten bin ich sehr zufrieden mit dem, was ich schon alles erreicht habe. Die Weiterentwicklung des Brasilien Jiu-Jitsu steht aber an erster Stelle, was auch meine Frau weiß. Wir unternehmen sehr viel, um die Weiterentwicklung der Techniken voranzutreiben. Ich hoffe, es wird bald so groß und populär wie Judo, Karate oder andere Kampfsport-Stile. Dann werden wir sicherlich auch das Interesse von Sponsoren wecken. Das würde sicher der schnelleren Entwicklung des Brasilien Jiu-Jitsu helfen.

9. Eine Verbindung aus Kampfsport Ju-Jutsu und Myo-Therapie zur Entspannung war mir (Autor) wichtig

Mir persönlich war es wichtig, für die vielen akuten und chronischen schmerzgeplagten Kampfsportlerinnen und Kampfsportlern eine Möglichkeit zu finden, sich ein Stück weit selbst zu helfen. Also probierten ich erst mal ein paar Jahre mit der Behandlung der Myoreflextherapie auf der Kampfsportmatte aus, wie die Behandlungen effektiv durchgeführt werden könnte. 

Bei Rückenschmerzen, Hüftschmerzen, Schulterschmerzen… und auch akuten Verletzungen wie Zerrungen konnte ich den Trainierenden oft schon auf der Matte gut helfen. Bei ernsthafteren Problemen wie Arthrose in den Hüften oder Knien, Bandscheibenvorfällen etc. wurden die Muskeln gelöst, damit die zu hohe Ruhespannung durch Training von Sit-Ups oder Liegestützen wieder nachlassen konnte. So konnte der Druck von den Strukturen wie Gelenke oder Bänder genommen werden. Es macht wenig Sinn, immer die Strukturen wie Bänder, Meniskus, Bandscheibe oder Gelenke zu behandeln oder zu operieren, wenn weiterhin über zu angespannte Muskeln der Druck auf der Struktur lastet. 

Die Kraft in Dehnung als DehnKraft Training zum Aufwärmen ist eine gute Möglichkeit, da es im Kampfsport sowieso schon sehr viel um Beweglichkeit geht. So kann in kürzerer Zeit das Aufwärmtraining absolviert werden. Der Vorteil: man ist nicht schon müde, wenn das eigentliche Kampfsporttraining beginnt. Außerdem steigt der Ammoniakspiegel erst später an, der die Nervenleitung (da Nervengift, das die Blut-Hirn-Schranke passieren kann) zum Muskel müde macht. Es diktiert nicht nur der Laktatspiegel die Leistung der Sportlerinnen oder Sportler. 

10. Im Kampfsport werden die Druckpunkte Nervendruckpunkte oder Atemi genannt

Über den Körper verteilt, finden sich sehr viele Punkte, die behandelt oder im anderen Fall traktiert werden können, um einen Gegner zu schaden. 

In der Medizin haben diese immer wieder gleichen Punkte Namen wie:

  1. Trigger-Punkte
  2. Myogelose
  3. Sehnenansatz am Knochen
  4. Shiats-Punkte
  5. Tender-Points
  6. ….

Im Kampfsport haben diese immer wieder gleichen Punkte Namen 

  1. wie Nervendruckpunkte
  2. Atemi
  3. …..

Der Punkt ist: die Behandlungs- und Kampfsport-Punkte sind immer dieselben. Nur der Umgang damit ist nicht der Gleiche. 

Einmal werden diese mit der Absicht (Intension) jemandem zu helfen oder die Selbstheilungskräfte zu aktivieren. 

Das andere Mal soll der Gegner geschädigt oder im Extremfall sogar getötet werden. 

Es liegt also im Setting, wie die aktivierten Punkte wirken. Und das Geheimnis findet sich in der Physik,wie z.B. in der

  1. Dauer (Zeit) der Einwirkung
  2. Eindringtiefe
  3. Druckstärke
  4. Fläche (Fingerkuppe, Nadel…)
  5. Umfeld
  6. Einstellung der Beteiligten

11.Beweglichkeit im Kampfsport durch Muskel und Faszien lösen und entspannen

Wenn wir in der Behandlung von Rückenschmerzen die Reize an den Muskel- und Faszien Punkten (Triggerpunkte) setzen, lösen sich die Spannungen in den Muskeln / Faszien oft sehr schnell. Ob ich auf einen solchen Punkt mit meinem behandelnden Finger an Land auf der Behandlungsliege oder im Wasser drücke, ist unserem Gehirn gleichgültig. 

Über die Rückmeldungen der Nervenfasern zum Rückenmark und von dort nach zentral zum Gehirn (Thalamus), wo uns dieser Reiz bewusst wird, werden elektrische Impulse (und neuerdings bekannte Druckwellen an der Nervenwand) über Umwandlung in chemische Übertragung geleitet. Der Reiz kommt also im Gehirn an.

Dann kam übers Kampfsport Jiu-Jitsu und Kampfsport Ju-Jutsu die Erkenntnis dazu, wie entscheidend für den Sport und die Behandlungen in der Praxis oder im Wasser die richtige Atemtechnik ist. Da stellt sich die Frage: „Was ist die richtige Atemtechnik?“ 

Wenn wir lernen (alte Kulturen wissen das schon lange!!) tief in den Bauch zu atmen und den Bauch dabei zu entspannen bzw. den Bauchmuskel nach außen zu trainieren (reverse Bauchtraining), dann haben wir deutlich mehr Ausdauer (Chi).

12. Selbstbehandlung von Verspannungen der Muskeln mittels Kampfsportes 

Ob die Druckpunkte Akupunkturpunkte, Akupressurpunkte, Muskel- / Faszien Trigger, Shiatsu oder Atemi Punkte heißen, spielt für den Effekt bei einem Treffer der entsprechenden Punkte keine Rolle. Ob eine Therapeutin oder ein Therapeut auf die Punkte am ganzen Körper verteilt (nicht nur da wo es weh tut!!) drückt, spielt für unser Gehirn keine Rolle. Es ist aber wichtig, damit beim Kampfsport Jiu-Jitsu die Muskeln am ganzen Körper innerlich auf Verspannungen bzw. Verkrampfungen und die Beweglichkeit der Gelenke unter Ruhe Bedingungen angeschaut werden.

Ob in der Vorbereitung auf einen Wettkampf, die Muskeln mit einer Lösung mittels 

  1. Myoreflextherapie an Land in der Praxis oder mit
  2. Myohydrotherapie im Wasser durchgeführt wird,

spielt für unser Gehirn keine entscheidende Rolle. Wenn Dir die Schmerztherapeutin oder der Schmerztherapeut sympathisch ist, eventuell Delfinschwimmen dazukommt, dann kannst Du noch besser entspannen. So bekommen wir Menschen, die den Kampfsport trainieren, locker, flexibel und wenig verletzungsanfällig.

13. Kampfsport kann helfen, den Blick nach innen zu schulen

Bei unseren Behandlungsreisen geht es für Schmerzpatienten mit chronischen Rückenschmerzen, Bandscheibenvorfall (LWS / HWS) oder Schmerzen an Hüfte, Knie, Schulter, Traumatisierte Menschen mit körperlichen Symptomen in Form von Schmerzen (oder anderen Symptomen), um maximale Entspannung. So wie es auch Sportlerinnen und Sportler in der Muskulatur brauchen, damit sich die Kräfte nach außen richten und nicht nach innen gegen die eigenen Gelenke. 

Durch Sport nüchtern, vor dem Frühstück (wie bei den Shaolin Mönchen) am Strand, können die unterschiedlichen Kampfsporttechniken im Stand (Tritte und Schläge) sowie die Abrolltechniken oder der Bodenkampf trainiert werden. Behandlungen im Wasser (Myohydro.-Therapie), um die unbewussten Verspannungen zu spüren und zu lösen, gesundes Essen mit wenig Kohlehydraten und viel Spaß werden angeboten. Das Highlight bei diesen Spezialwochen sind die Bootsausflüge zu den freilebenden Delfinen. So kann man wunderbar Kampfsport Ju-Jutsu / Kampfsport Jiu-Jitsu trainieren und die Entspannung genießen.  

14. Für schmerzgeplagte Menschen ist der Kampfsport vielleicht zu viel

Schmerzen loswerden ist das Ziel vieler betroffenen Menschen. Allerdings hätten viele, die ich in den letzten 30 Jahren gesprochen und behandelt habe gerne, dass irgendjemand schnell und ohne großen Aufwand bzw. Veränderung im Lebensstil, die Schmerzen wegmacht. Die meisten Sportlerinnen oder Sportler im Kampfsport möchten immer weiter so trainieren, wie sie es bisher taten, bevor es zu den Schmerzen oder Verschleiß der Gelenke kam. 

Dabei ist es ihnen oft egal, ob mit schädlichen chemischen Substanzen (Medikamenten) oder mit scharfen Messern (Operationen) vorgegangen wird, Hauptsache die Schmerzen sind schnell weg. 

Der lange Weg geht über das regelmäßige Behandeln der Muskeln, um die Spannung zu senken. Änderungen in Ernährung und Sport, im beruflichen Umfeld…. und natürlich über eine verbesserte und oft bewusstere Atmung im Sport, Alltag und bei Stresssituationen. Beim Kampfsport Jiu-Jitsu / Ju-Jutsu können schmerzgeplagte Sportlerinnen und Sportler tiefes Entspannen lernen, durch tiefes Atmen in den Bauch. Mit dem Nachteil für das Ego: der Bauch muss raustrainiert“ werden im Gegensatz zum flachen „Waschbrettbauch“.

Egal, ob Kampfsportlerinnen und Kampfsportler im Laufe der Jahre Rückenschmerz, Hüftschmerz, Schulterschmerz, Knieschmerz, Bandscheibenvorfall entwickeln oder Schmerzen mit unklarer Ursache haben, Schmerzen, die sich langsam nach psychischem und körperlichem Trauma entwickeln, spielt erst mal keine große Rolle. Normalerweise wird die Umwelt verändert:

  1. Kopfkissen
  2. Matratze
  3. Sitzmöbel
  4. Schreibtisch 
  5. etc…

werden ständig verändert und neugestaltet. Dies ist allerdings unsere Umwelt. Das kann die Spannungen in unseren innen liegenden Muskeln und Gelenken (Innwelt) nicht auf Dauer verändern. Je lockerer unsere innere, muskuläre Welt wird, desto weniger müssen wir in unserer Umwelt verändern. Das gleiche Prinzip gilt auch für unsere globalen Umweltprobleme. Je besser und lockerer unsere innere Welt ist, desto besser gehen wir auch mit unserer Umwelt um. 

15. Aus der Schmerzbehandlung lernen durch Spannung lösen der Muskeln

In den Behandlungen der letzten 30 Jahre haben mir Patientinnen und Patienten sehr viel Geschichten erzählt. Oft hörte ich von einer Odyssee, die hinter den Menschen liegt. Wenn wir in den Myo-Behandlungen die verspannten, verkrampften Muskeln / Faszien mit den Druckpunkten lösen, geht es den betroffenen Kampfsportlerinnen oder Kampfsportler oft schon besser. 

Durch den verminderten Druck und Zug auf den Gelenken bei entspannten Muskeln, werden selbst Verschleißerscheinungen wie Arthrose oder Bandscheibenvorfall entlastet, ebenso durch die fast fehlende Schwerkraft im Wasser. Das Zusammenspiel zwischen Muskeln und Gelenken bestimmt oft das Schmerzgeschehen. Die Behandlung über die Akupressur- oder Akupunkturpunkte, Muskelansätze, Faszien, Shiatsu, Atemi (Kampfsport), die am Körper im Wasser behandelt werden können, funktioniert mit richtiger Atemtechnik während der Entspannungsphase besonders gut.

Durch die Maßnahmen für lockere und entspannte Muskeln in Ruhe lassen sich Schläge und Tritte schneller und mit einem weiteren Bewegungsradius ausführen. Dies kann im Ernstfall einen entscheiden Vorteil bedeuten.

16. Muskelspannung vom Kampfsporttraining lässt sich auch im Wasser lösen

Im Wasser lassen sich mit der Myohydrotherapie die Muskeln und Gelenke schön in aller Ruhe entspannen.  

17. Warum kann Euch Kampfsport Brasilien Jiu-Jitsu mit Michael süchtig machen?

  1. Zeit auf der Matte wirkt sich positiv auf unsere Gesundheit aus, wenn nicht die Verletzungen zu groß sind.
  2. Man kann sich durch diesen Sport die Beweglichkeit der Muskeln super verbessern
  3. Die Arbeit auf der Kampfsportmatte und dem eigenen Atem ist eine gute Erfahrung.
  4. Die Ruhe und Gelassenheit lassen uns im Alltag sicherer werden, wenn aggressive Situationen entstehen. 
  5. Der beste Weg, Alltagsprobleme zu vergessen ist, sich auf sein Kampfsport Ju-Jutsu- bzw. Kampfsport Jiu-Jitsu Training zu freuen. Im Training kann man sich dann voll auspowern. 
  6. Im Kampfsport Dojo ist man nie allein, schon wegen den Trainingspartnerinnen und Trainingspartnern.
  7. Der Fortschritt beim Kampfsport Jiu-Jitsu mittels der Gürtelfarben, den man macht, wenn man regelmäßig trainiert, gibt Euch Selbstvertrauen und lässt Euch persönlich wachsen.
  8. Kampfsport Jiu-Jitsu ist eine optimale Möglichkeit, das Leben voll zu genießen.
  9. Ein Wasser oder Bier schmeckt einfach besser, wenn man es nach einem guten Kampfsport Training mit Freunden im Biergarten genießen kann.
  10. Jeder weitere Gurt ist deine persönliche Erfolgsgeschichte.
  11. Der Drang, neue Kampfsport Stile zu entdecken und sich dort weiterzuentwickeln, hört nie auf.
  12. Kampfsport Jiu-Jitsu öffnet Dir Türen zu einer Gemeinschaft mit vielen netten, unterschiedlichen und oft sehr offenen Menschen.
  13. Eine Kampfsport Trainingseinheit ist nie wie die andere. Man weiß vorher nie, was die Gegner machen.
  14. Kampfsport Jiu-Jitsu bedeutet Reisen. Zu anderen Dojos oder Wettkämpfen in anderen Städten.

18. Weiter Empfehlungen zum Kampfsport Ju-Jutsu / Kampfsport Jiu-Jitsu

Wenn Ihr Lust und Zeit habt, etwas zu trainieren, dann kann ich (Autor) Euch nur empfehlen: trainiert einen Kampfsport z.B. in Köln:

  1. Jiu-Jitsu
  2. Ju-Jutsu
  3. Karate
  4. Judo
  5. Aikido
  6. Hapkido
  7. Wing Tsung
  8. Kung Fu 
  9. Kickboxen
  10. Tai Boxen
  11. Taekwon-Do
  12. ……

Es gibt unzählige weitere Kampfstile. Ihr müsst Euch erst mal überlegen, an welcher Art zu kämpfen Ihr Lust und Interesse habt. Es kommt manchmal auch auf körperliche Maße an: 

    1. wie lang sind die Arme oder Beine? 
    2. Wie ist das Verhältnis der Knochen zueinander? 
    3. Wie ist das Verhältnis Oberkörper zu Unterkörper (Beine)?
    4. Wie ist das Verhältnis Gewicht zur Körpergröße?

Dies alles kann mitentscheiden und muss auch von den Kämpferinnen und Kämpfern bei der Auswahl der persönlich Kampsportart berücksichtigt werden.

Die besten funktionierenden Techniken innerhalb der jeweiligen Kampfsportart müssen über die Jahre herausgearbeitet werden. Die 6 Stufen der Entwicklung gelten auch hier: 

  1. Anfänger
  2. Fortgeschrittene
  3. Könner
  4. Beherrschende
  5. Meister
  6. Großmeister

Dies spiegelt das Gurtsystem in den einzelnen Kampfsportarten wieder, wie bei uns im Jiu-Jitsu:

  1. Weißer Gurt
  2. Gelber Gurt
  3. Grüner Gurt
  4. Blauer Gurt
  5. Brauner Gurt
  6. Schwarzer Gurt und seine weiteren Stufen

19. Literatur zu Kampfsport Ju-Jutsu / Kampfsport Jiu-Jitsu

Literatur zum Kampfsport Jiu-Jitsu / Kampfsport Ju-Jutsu gibt es sehr unterschiedliche. Ebenso zu vielen unterschiedlichen Kampfsportarten wie Karate, Judo, Aikido, Ju-Jutsu, Jiu Jitsu, Hapkido, Arnis, 

  1. Bruce Frantzis, Die Kraft der inneren Kampfkünste und des Chi, Kampf und Energietechniken im Ba Gua, Tai Chi und Hsing-I, 1. Auflage 2008, Windpferd Verlagsgesellschaft mbh (Aitrang)
  2. Ju-Jutsu 1 W. Heim, F. J. Gresch, Falken Verlag GmbH, 1990, Grundtechniken. Moderne Selbstverteidigung
  3. Ju-Jutsu 2 W. Heim, F. J. Gresch, Falken Verlag GmbH, 1977/1985, Für Fortgeschrittene und Meister
  4. Ju-Jutsu 3 W. Heim, F. J. Gresch, Falken Verlag GmbH, 1988, Spezial-, Gegen- und Weiterführungs-Techniken. Stockkampf
  5. Rolf Brand, Aikido, Lehren und Techniken des harmonischen Weges, Falken Verlag GmbH 1990

20. Website des beweglichen Kampfsporttrainers Michael Haselein: 

http://www.bjjb.de/ 

Wie immer viel Spaß beim Anhören dieser Episode zum Kampfsport Ju-Jutsu und Kampfsport Jiu-Jitsu mit Michael Haselein. Wenn Ihr Anregungen oder Wünsche habt, meldet Euch am besten über eine Mail. 

Viel Erfolg und Spaß beim Anhören dieses Themas und herzlichen Dank an Dich für eine Bewertung oder ein kurzes Feedback. Auch wenn Ihr ein Thema habt, über das Ihr Fragen habt, nehme ich es gerne mal als Thema einer Episode auf. 
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