Dehnkraft

Als ich vor 20 Jahren als Physiotherapeut tätig war, gab es verschiedene Ideen. Wir dachten damals, dass wir alle Patienten und Patientinnen kräftigen und stabilisieren oder die Muskeln dehnen müssten. Dann durchlief ich die unterschiedlichsten Ausbildungen bei verschiedenen Lehrmeistern sowohl in der Medizin, als auch im Sport. In diesen Jahren habe ich viele Bewegungsformen beobachtet, wobei mich am meisten die Mönche aus den Klöstern in Shaolin, bis heute faszinieren.

Nach allem, was wir heute wissen, unterlagen wir in allen Bereichen immer wieder Irrtümern und zu guter Letzt glücklicherweise auch Weiterentwicklungen. „Die Wissenschaft ist der momentane Stand des Irrtums“ nach Eckart von Hirschhausen. Aus allen diesen Erfahrungen („Die bitterste Art zu lernen“ nach Konfuzius) möchte ich Ihnen heute eine neue Art des Muskeltrainings vorstellen und Sie in der Praxis, bei den Spezialwochen im Ausland oder in Seminaren darin unterrichten.

Bei dieser Art, Ihre Muskeln zu trainieren, wird die Differenz von Kräftigung oder Dehnung in eine Gemeinsamkeit, die Dehnkraft (Kräftigung und Dehnung), überführt. Dies ist neben Maximalkraft, Schnellkraft oder Kraftausdauer die vierte Art, seine Muskeln zu kräftigen. Der Vorteil gegenüber den anderen Arten liegt darin, dass zwar die Kraft steigt, die Ruhespannung aber absinkt.

Um nochmal auf die Mönche zurück zu kommen: diese sagen seit hunderten von Jahren – also aus viel Erfahrung: „Das höchste Ziel im Leben ist die Geschmeidigkeit des Körpers zu erhalten, denn das Harte und Dürre bricht und das Geschmeidige und Biegsame überlebt!“ Ganz im Gegensatz zu unserer westlichen, wissenschaftlichen Idee: „Der Muskel darf nicht zu locker sein“.

In der Praxis erzielen wir diesen Effekt der Muskelrelaxation durch das Behandeln der Muskelansätze. Genauere Angaben zu den Effekten finden Sie in den Therapiebeschreibungen.

Bei den anderen Arten, die Muskeln zu stärken, steigt die Kraft aber eben auch die Ruhespannung, so dass sich Sportler mit Schmerzsyndromen jeglicher Art anfühlen, als ob die Muskeln aus Beton bestehen würden. Sie gewinnen dann oft ihre Wettkämpfe, verlieren aber dafür ihre Gesundheit. Lockere und flexible Muskeln unter Ruhebedingungen sind weniger verletzungsanfällig und regenerieren schneller nach dem Sport als in Ruhe schon feste und unflexible.

In der Praxis haben wir heute schon Menschen unter 40 Jahren in Behandlung, denen ein künstliches Hüftgelenk eingesetzt werden musste (nicht nach einem Unfall!). Dies möchten wir unter anderem mit regelmäßigem Dehnkraft Training vermeiden!



Bei den Dehnkraft Übungen nach Markus Rachl werden Ihre Muskeln so trainiert, das die Differenz von Kräftigung oder Dehnung in eine Gemeinsamkeit, die Dehnkraft (Kräftigung und Dehnung), überführt wird. Dies ist neben Maximalkraft, Schnellkraft oder Kraftausdauer die vierte Art, seine Muskeln zu kräftigen. Der Vorteil gegenüber den anderen Arten liegt darin, dass zwar die Kraft steigt, die Ruhespannung aber absinkt.



Im Wohnzimmer:
Im Alltag erleben wir sehr viele einseitige Bewegungsabläufe und Beugestellungen in den Gelenken. Bei diesen Dehnkraft-Übungen von Markus Rachl sehen Sie, wie Sie diesen Einseitigkeiten nebenbei gegensteuern können um ein Gleichgewicht herzustellen. z.B. in den Werbepausen beim Fernsehschauen.



Für Skifahrer:
Auf der Skipiste erleben wir sehr viele einseitige Bewegungsabläufe und Beugestellungen in den Gelenken. Bei diesen Dehnkraft-Übungen von Markus Rachl sehen Sie, wie Sie diesen Einseitigkeiten nebenbei gegensteuern können um ein Gleichgewicht herzustellen und die Verletzungsanfälligkeit zu senken.



Dieses Video von Markus Rachl demonstriert, wohin ein langjähriges und konsequentes Üben mit Dehnkraft führen kann. Vorsicht: Nur für absolut fortgeschrittene und über Jahre entsprechend trainierte Menschen geeignet.